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Ich weiß wie es ist ein Phönix zu sein

Es liegt zwar schon fast vier Tage zurück, dass ich aus dem diesjährigen Trainingslager in Wittenberge zurückgekehrt bin, so ganz vorenthalten wollte ich euch einige meiner Erlebnisse mit dem Wasser jedoch auch nicht.

Schon der Tagesbeginn erinnerte mich daran, dass bald wieder die Schule beginnt, denn der Wekcker klingelte jeden Morgen um sechs. Nach einem kurzen Snack bestehend aus einem Joghurt und wahlweise einem Snickers-, Twix- oder Mars-Riegel ging es mit dem Rad auf zur Schwimmhalle. Zwei Stunden Wassertrainings von sieben bis neun und das am frühen morgen ohne ein richtiges Frühstück im Magen hatten es ganz schön in sich, denn erst jetzt bin ich wieder vollkommen schmerzfrei. Doch was wäre ein Trainingslager ohne Muskelkater? Das geht doch nicht. Die beiden Dinge gehören zusammen wie Topf und Deckel.

Die  Schwimmhalle wirkte zumindest auf den ersten Blick mit Rutsche, Whirlpool und Strömungsbecken sehr gut ausgestattet. Zu gut für uns würde ich sagen, denn die Heizung arbeitete einfach zu gut. Während wir in unserem Becken immer in Bewegung bleiben, damit uns nicht kalt wird, hatte ich dort das Gefühl als würde ich im lauwarmen Wasser einer Badewanne schwimmen. Ich fand es beim Schwimmen immer genial, dass egal wie sehr ich mich auch angestrengt habe, ich nie ins Schwitzen kam. Doch plötzlich änderte sich Schlag auf Schlag etwas in meinem Weltbild. Nach gerade einmal vier Bahnen kam ich aus dem Wasser und spürte das ich schweissnass war. Wie eklig, genau das habe ich beim Sport immer versucht zu vermeiden. Die Luft in der Halle war so schwül und heiß, als wären wir in der Sauna. Leistungssport in der Sauna ist jedoch nun wirklich nicht gerade sehr gesundheitsfreundlich. Alle jappsten nur noch nach Luft und drei Sekunden später fühlte ich meine Haut brennen. "Ich geh in Flammen auf! Ich geh in Flammen auf!" Heiß wie Kohlen und ein Gefühl als würde sie verbrennen und dass obwohl ich klitschnass war. Ein interessantes Phänomen, wenn man beachtet, dass es doch theoretisch gar nicht möglich ist im Wasser zu verbrennen, oder etwa doch? Ich war jedenfalls froh, dass es sich nur so anfühlte und ich nicht wirklich Feuer sah.

So ganz weiß ich allerdings noch nicht was nun besser ist, im Wasser kochen oder lieber erfrieren, so wie in dem eiskalten See letztes Jahr, in dem schon nach einer halben Stunde fast die Hälfte der Leute vor Kälte das Training abgebrochen hatte. Was ist nun besser: Kreislaufkollaps und Hitzetod oder abgestorbene Zehen und Finger, Krämpfe und ein möglicher Ertrinkungstod? (Okay, ich neige gerade zum Hyperbeln =) 

Um der Hitze im Schwimmbad also etwas auszuweichen, absolvierten wir einen Teil des Trainingsprogramms im Friedensteich. Warum dieser See nur Teich hieß, wurde mir sehr schnell klar, als ich weiter als 10 Meter hinaus schwamm. Nein, das Wasser war nicht etwa undurchsichtig, sondern sogar so klar, dass wir sämtliche Wasserpflanzen dieses Teiches sehen konnten. Da waren nicht nur ein paar mal ab und zu, stattdessen war der gesamte Boden mit Grünzeug, welches mich stark an überdimensional großen Kopfsalat erinnerte, bedeckt. Somit wurde das Training im Freiwasser nun auch nicht wirklich erträglicher. Wenn wir die Wahl gehabt hätten zwischen Thermal- oder Algenbad wäre das Votum hundertprozentig ein Sieg für den Hitzekessel gewesen. Aber die Wahl hatten wir halt nicht.

Und so breitete sie sich wieder aus, die alte Schwimmerkrankheit, denn fast jeder Schwimmer hat eine Phobie gegen das Schwimmen in Meeren und Seen. Das Schwimmen in Gewässern, weil man nicht mehr den Boden sehen kann, weil man nicht mehr die Kacheln sehen kann und weil das Wasser nicht nach Chlor riecht und schmeckt.

Ich bin übrigens noch nicht an dieser "Pest" erkrankt, denn bis jetzt bin ich nur Chlorschnüffler. =)

20.8.07 19:37
 


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