Startseite
    Alltagsbegebenheiten
    Dreamdancer
    Fragen, die mir das Leben stellt
    Gedanken von der Fensterbank
    Lebenswichtige Erkenntnisse
  Archiv
  SRXT
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

    makaju
   
    prvt.mccormick

    - mehr Freunde

   Caro in Indonesia
   Falco
   Ken

http://myblog.de/srxt

Gratis bloggen bei
myblog.de





Abenteuer Rad fahren

Nicht viele von euch sind schon in den Genuss gekommen mit mir gemeinsam Rad zu fahren. Einige wissen aber zumindest, dass es da ab und zu immer mal wieder ein paar Überraschungen gibt. Wenn ich z.B. mit meiner Mum unterwegs bin, läuft eigentlich nie alles so glatt wie es sollte. Ich kann mich an keine einzige Tour erinnern bei der wir mal nicht plötzlich an einem Abgrund standen, uns mitten in der Wildnis zwischen alten Kasernen wieder fanden oder unsere eigenen Trampelradwege platt fuhren. Kurz gesagt es ist immer eine kleine Abenteuertour, wenn wir gemeinsam radeln, denn irgendwie kommen wir nie auf direkten Wege dort hin, wo wir hin wollen.

Heute war eine Radtour entlang der Oder von Slubice nach Kostrzyn und dann auf der deutschen Seite wieder Richtung Frankfurt zurück geplant.
Immer auf dem Oderdeich entlang da dürften dieses eine Mal wenigstens keine Schwierigkeiten auftreten. Falsch gedacht, denn irgendwo zwischen Slubice und Kostrzyn belagerten plötzlich mehrere Bagger und Baufahrzeuge den Deich. Für Radfahrer kein Durchkommen. Na super! Eigentlich hatte ich keine Lust den gleichen Holperweg, der gute auf dem Deich war nämlich relativ schnell zu Ende und es blieb nur so ein Feldweg mit haufenweise Steinen und Schlaglöchern, wieder zurück zu fahren. Nach einer kurzen Lagebesprechung fuhren wir also wieder bis zum letzten Abzweig zurück und nun querfeldein durchs polnische Niemandsland auf ebenso einem schönen Holperweg nur mit noch viel mehr Kopfsteinpflaster. Wenn heute nicht besonders zur Mittagszeit so ein strahlender Sonneschein und ich mich auf deutschem Gebiet befunden hätte, wäre mir glaube ich wohler gewesen. Dort konnten wir ja nicht einmal jemanden Fragen, wo es denn lang geht. Okay, da mitten zwischen den Feldern war sowieso niemand.

Schon bald endete der Weg an einer sehr schnellen Straße. So wie die Autos da uns vorbeisausten, erinnerte mich das sehr an eine Autobahn. Doch da wir keinen anderen Weg sahen, mussten wir nun wohl oder übel dort lang. Hupende Auto- und Brummifahrer kamen uns entgegen und überholten uns. Also entweder die hatten noch nie Radfahrer gesehen oder das war wirklich eine Autobahn. Sicherheitshalber entfernten wir uns so schnell wie möglich wieder von dort und hofften, dass uns ein kleiner Waldweg der Oder wieder näher bringen würde. Nach 20 Minuten über Stock und Stein kamen wir nicht viel weiter entfernt von unserem Abzweig von der Schnellstraße wieder auf dieser an. Also sind wir nun doch wieder dieser Straße gefolgt und siehe da irgendwann kam sogar mal ein Hinweisschild Kostrzyn 10. Das war dann wohl doch der richtige Weg. Nach endlosem Strampeln – ich sah meine Beine mittlerweile schon unaufhaltsam größer und kleiner werden und sich dabei um ihre eigene Achse drehen – und einer kleinen Zeitreise durch verlassend wirkende Dörfer – die eine Apotheke sah richtig nostalgisch aus mit riesigen Apothekerschränken wie aus Urgroßmutterszeiten - kam dann auch endlich wieder die Grenze in Sicht. Auf heimischen Boden fühlte ich mich dann gleich wieder sicherer und die restlichen paar Kilometer bis nach Hause radelten sich dann irgendwie so weg.

Nach dieser etwa 73 km langen Fahrt weiß ich allerdings immer noch nicht wozu jetzt eigentlich Radfahrerhosen gut sind. Mein Hintern tut trotzdem weh und wäre ich ohne gefahren dann hätte ich wenigstens nicht 5 Stunden lang das Gefühl gehabt als hätte ich volle Pampers an.

8.8.07 21:58
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung