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Bahngeschichten

Mit dem Zug fahren ist ja immer wieder spannend. Einmal sah ich meinen Anschlusszug vorbei rasen, weil die Bahn in der ich saß wie so oft Verspätung hatte und verpasste so den einzigen für mich relevanten Vortrag an meiner jetzigen Uni. Das nächste Mal durfte ich gleich 5 Stunden in der sommerlichen Nachtkälte von Erkner verbringen, weil einfach ein Zug ausfiel und wieder ein anderes Mal war ich doch tatsächlich pünktlich da.

Doch heute hatte ich eine Begegnung der ganz anderen Art mit der Bahn oder eher gesagt mit ihren Insassen...

Nach mittlerweile vier Stunden unterwegs, hoffte ich auf einen klimatisierten Wagen nach meinem Umstieg in Leipzig. Auch dieser Zug war überraschend voll und so setzte ich mich zu einer Dame mit mittleren Alters mit einem Baby in den Armen. Ich war etwas verwundert, da ich sie auf Ende 40 geschätzt hätte, sie jedoch das Baby hielt, als wollte sie es gerade stillen, aber beim Alter kann man sich ja irren und biologisch ist heutzutage sowieso fast alles möglich. Eingewickelt in eine Leinendecke, ein blauer Schnuller im Mund und die braunen Augen groß geöffnet, schaute es mich an. Es wunderte mich, dass es sich nicht zu bewegen schien, die Augen nur groß geöffnet starrte es nach oben und Mama Baby murmelte immer vor sich hin. Weiter hinten im Abteil hörte ich den Schaffner kommen und die Dame murmelte immer mehr, als wollte sie das doch schon so ruhige Kind noch weiter beruhigen oder mit ihren Worten einschläfern, denn „schlafen“ war das einzige Wort, dass ich aufschnappen konnte. Dann plötzlich nahm sie das Leinentuch zog es etwas höher, stülpte es über den Kopf des Kindes und das Bündel neben die Premium Windeln auf den Nachbarsitz.

In diesem Moment erkannte ich, dass das Leinentuch eigentlich ein Stoffbeutel war und das Baby eine Puppe...

Komisch die Leute heutzutage. Und unheimlich.

Ich dachte, irgendwo springt gleich die versteckte Kamera hervor...

13.4.09 22:39


"Du brauchst mir nichts zu schenken.
Ich habe nur einen Wunsch:
Bring SIE mit! Bitte!"

Nice said, isn't it?! So take your chance, it's your turn!

5.4.09 22:50


Berauscht

Den Rhythmus der Trommler auf der gegenüberliegenden Tribüne des Spielfeldes verbinde ich mit einem Stück Sehnsucht. So muss sich wohl eine galoppierende Antilopenherde oder eine Scharr stampfender Elefanten anhören...

26.3.09 01:17


"Genau dasselbe wie jeden Abend!" - "Wir versuchen, die Weltherrschaft an uns zu reißen."

Als ich letztes Jahr dachte bei der Wahl eines Studienfaches und der geeigneten Universität hätte ich eine riesige Auswahl hatte ich wohl noch nicht bedacht, dass mir bei einem Auslandssemester die ganze Welt offen steht...

24.3.09 12:29


Back To(o) Good

Nach einer langen Woche, immer unterwegs, sodass ich kaum von Semesterferien sprechen könnte, da ich wohl mehr mache, als während der Vorlesungszeit, neigt sich der Sonntag so langsam dem Ende. Ich schließe meinen Mp3-Player an die noch übrig gebliebene Lautsprecherbox meiner schon längst entsorgten funktionsuntüchtigen Stereoanlage, um mal wieder ein paar gute Kettcar-Zeilen zu genießen so lange der Akku noch aushält. Als er nach immerhin 2 Alben genau in einem meiner Lieblingssongs abbricht, suche ich die „Fabelweiss“-CD heraus, um meinen Discman anzuschließen, der ja immerhin durch einen Netzstecker fast immer mit Strom versorgt wird, und um mich schon einmal auf Freitagabend vorzubereiten. Doch anstatt zu spielen, spuckt er mir nur Bruchstücke entgegen, stockt nach jeder Sekunde und gibt letztendlich ganz auf. Der Moment in dem ich wieder einmal beschließe mich um einen neuen oder gar eine komplette Stereoanlage zu kümmern. Ich greife auf die Radiofunktion meines Recorders zurück. Die einzige Funktion, die noch vollkommen intakt ist, nachdem CDs schon seit etwa 2,5 Jahren nicht mehr abgespielt werden, ist die neue Lieblingsbeschäftigung dieses Gerätes nämlich meine letzten guten Kassetten durch Bandsalat zu zerstören, doch da quatscht nur jemand auf Englisch.

Keine Lust – ich will jetzt Musik hören!

Nein, ich bereue nicht, dass ich immer noch keinen Fernseher in meinem Zimmer habe, um jetzt einen dieser von Klingeltonwerbung übersäten Musiksender einzustellen, in der Hoffnung vielleicht mal wieder ein gutes Musikvideo zu sehen.

Und nein, es ist auch verschwendete Energie mich darüber aufzuregen, dass mein PC die mit Musik voll gestopfte externe Festplatte nicht erkennt, da er wahrscheinlich beim Versuch im Internet zu surfen und Musik abzuspielen gleich gänzlich den Geist aufgeben würde.

So entdecke ich neben den CDs meinen uralten Walkman, krame aus irgendeiner Ecke noch zwei halbleere Batterien hervor, schließe ihn an die Box und wühle in meiner Kassettensammlung. Zwischen den „Dinos“, „Benjamin Blümchen“, „Bibi Blocksberg“ und "TKKG" finde ich „Kinderlieder“ und aufgenommen Radiokonzerte. Ich muss leider entdecken, dass  ich das zerrissene Band des „Wir sind Helden“-Konzerts vom 15.04.2005 (!) immer noch nicht geflickt habe und entscheide mich für eine unbeschriftete Kassette. Kurzzeitig erklingen ein paar Klänge vom „Gentleman and the Far East Band“- Radiokonzert, was ich vermutlich auch schon vor mindestens 4 Jahren mitgeschnitten habe, und bringen ein bisschen frischen Wind in diesen Abend. Ich erinnere mich daran, dass das Konzert mit einem riesigen von Musik begleitetem Feuerwerk unter dem Funkturm beendet wurde und freue mich schon auf den krönenden Abschluss, doch die Batterien geben nicht mehr viel her. Die Musik leiert dahin, als wäre die komplette Band sturzbetrunken und kurz vorm Einschlafen. Nach 20 Minuten wird mir das zu bunt, weil nicht einmal mehr die Melodie eines Songs erkennbar ist und ich schalte ab.

Stille. Ruhe.

Was nun? Ins Wohnzimmer und mich von irgendeinem miserablen Sonntagabendfilm berieseln lassen, von dem ich sowieso schon den Anfang verpasst habe?

Nein.

Endlich mal wieder Zeit zum Nachdenken. Schreiben. Lesen.
Ich entscheide mich für das Schreiben. Und danach Lesen.

22.3.09 21:25


When I was young...

Das erste Mal seit ich hier bin habe ich das Haus an einem Schultag kurz vor 7:30 Uhr verlassen. Die ganzen Schulen vor meinem Haus sehe ich zwar immer, doch habe ich bis jetzt nur wenige Schüler gesehen, meist war gerade Unterricht oder sie waren schon wieder alle zu Hause, weil die Schule schon lange aus war. Die merkwürdige Schulklingel höre ich jeden Tag – ein „Dingdong“, dass mich jedes Mal an einen Bahnhof erinnert „Meine Damen und Herren an Gleis 1. Es fährt ein...“, aber es war das erste Mal, dass ich mir einen Weg durch die kleinen Zweit- und Drittklässler zur Haltestelle bahnen musste, weil der Schulbus natürlich genau vor meinen Füßen anhielt und es war das allererste Mal, dass ich Erstklässler mit einer gelben Weste die Straße nach eingeübtem Muster vorbildlich überqueren sah, nur um am anderen Ende freundlich von einer Polizistin empfangen und gelobt zu werden...
 
Ich weiß nicht warum, aber auf einmal durchströmte mich in diesem ganzen Gewusel ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Ich vergaß meine gleich anstehende Klausur, meine Müdigkeit, dachte an "meine" kleinen Schwimmkiddies, die sich, wenn ich sie das nächste Mal sehe, wahrscheinlich auch alle etwas verändert haben. Erfrischt, vollkommen ausgeglichen und mit einem breiten Grinsen im Gesicht stieg ich in die Straßenbahn, beobachtete die Kleinen und erinnerte mich an meine ersten Schultage, in denen ich allein mit meiner pinkfarbenen Mappe von Einhörnern verziert und dem passenden Turnbeutel – also ich bin ja immer noch der festen Überzeugung, dass NICHT ich mir dieses Design ausgewählt habe - dazu zur Schule gestapft bin. Wie Natalie und ich an einem Morgen 10 Minuten zu spät gekommen sind, nur weil wir warten wollten bis der Regen aufgehört hat und wie wir, als wir uns dann doch vor die Tür wagten und gemeinsam um die Hausecke bogen, wortwörtlich zwei Meter nach links weg geweht wurden und bis auf die Haut nass in der Schule ankamen - Unser Schulweg betrug wohlgemerkt vielleicht maximal 800 Meter - dort auf der Heizung schon ganz viele Pullover und Hosen zum Trocknen lagen und ein paar von uns mittlerweile in Sportsachen da saßen...
 
Die Zeit ist schnell vergangen, doch in meiner Erinnerung lasse ich manche Tage einfach immer und immer wieder aufleben. Zu schön waren die ganzen Jahre.
22.2.09 11:54


Probestellung

Da öffne ich heute ganz unverbindlich den Briefkasten und was finde ich vor, unter den Werbeprospekten, dem üblichen Rabattgutschein für den Friseur um die Ecke und dem Stadtteiljournal, einen Brief an mich adressiert. Oh endlich mal wieder Post! Allerdings stört die ausdrücklich auf dem Umschlag formulierte Bitte, diesen doch bitte erst in einer Vorlesung zu öffnen, in der mir langweilig ist und ich Abwechlsung brauche. Schade nur, dass gestern der letzte Vorlesungstag diese Semesters war und mich ab nächste Woche eine Menge Prüfungen erwarten. Nun ja so werde ich mich jetzt in Geduld üben, ihn erst in einer langweiligen Vorlesungen des nächsten Semesters öffnen, also irgendwann ab Mitte April und bis dahin hoffen, dass nichts wichtiges drin steht, dass ich vielleicht wissen sollte, wenn ich dann bald mal wieder Heim kehre.

Randbemerkung 1: Wenn keine Zimmernummer drauf steht, dasuert es maximal zwei Tage länger, wenn die Hausnummer fehlt, bis zu zwei Wochen bis die Post ankommt.

Randbemerkung 2: Ich freu mich schon, wenn die vorlesungsfreie Zeit vorbei ist...

14.2.09 18:57


Gewinner

Und wie ich so den Tag vorüberziehen sehe, bemerke ich, wie weit die Zeit schon voran geschritten ist. Und ich weiß, dass du jetzt irgendwo da draußen bist und diesen Moment feierst. Vielleicht nicht groß, aber du wirst ihn zumindest genießen, diesen kleinen Triumpf. Den winzigen Sieg, der eigentlich erst der Anfang vom Ende ist. Eine Zwischenetappe auf dem langen Weg, der mit Gewissheit nie enden wird. Doch der erste Schritt ist gemacht – erfolgreich.

Niemand hat mir je das Genick gebrochen, doch dieser Augenblick war kurz davor. Ein Schlag ins Gesicht, der mich ins Wanken und Taumeln brachte, mindestens genauso lebensgefährlich war. Eine schmale Gradwanderung entlang des Abgrundes. Und ich glaube, du weißt genauso wie ich, was es war, das meine Füße auf dem Erdboden festkleben, mich stark aussehen ließ und dir Halt gab. Diese kleinen Momente, die unendlich viel Kraft erforderten und innerlich langsam aber unaufhaltsam alle Kraftreserven vernichteten, die hoffentlich Vergangenheit bleiben, die ich niemandem wünsche sie erleben zu müssen, auch dir nicht noch einmal!

Und wie ich so den Tag vorüberziehen sehe und glaube, dass du vielleicht irgendwann an mich denkst, will ich dass du weißt, dass das nicht mein Verdienst ist, dass es dein Wille war, der mich stark machte, deine Kraft, die dich kämpfen ließ und dass ich stolz bin.

Nicht auf mich.

Auf dich.

8.2.09 21:38


Jenaer Denkanstöße (II)

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass mit steigender Kohlenstoffdioxid-Konzentration in der Luft der Sauerstoffgehalt kontinuierlich abnimmt. Heißt das jetzt, dass unsere Nachfahren in einigen 1000 Jahren kläglich ersticken werden?

Kein schöner Tod.

27.1.09 19:31


Million Dollars in the Air

Freitagabend. Ich bahne mir den Weg vorbei an überfüllten Einkaufswagen. Wagen, die voll gestopft sind mit Lebensmitteln des täglichen Bedarfs, die aber grundgütiger mindestens 2 Wochen im Haushalt einer normalen Familie ausreichen müssten. Aber was heißt hier schon normal?

Ich bin es jedenfalls nicht! In der Hand eine Tüte mit 2 Brötchen, mein Wochenendfrühstück. Wenn ich nur diesen ganzen Scheiß in den Wagen sehe, könnte ich kotzen. Wer soll das Essen? Und wie viel landet am Ende im Müll, weil es vergammelt ist und wie viel im Magen, dem von dem ganzen Zeug eigentlich auch schon schlecht ist? Wenn es nur diese wöchentlichen Freitagabendeinkäufe wären... Aber nein – es sind immer die gleichen Leute, die mir da begegnen. Freitag. Montag. Dienstag. Und ihre Wagen sind immer gleich voll. Okay manchmal ist kein Berg im Wagen, aber dann ist er doch trotzdem bis zur Oberkante gefüllt... Sind sie alle Versorger von Großfamilien, erledigen sie Omas Einkäufe gleich mit oder haben sie tatsächlich jede Woche eine Familienfeier mit mindestens 20 Gästen? Und dann die Summen, die sie der Supermarktkette bescheren, nicht selten sind es 150 oder gar noch mehr Euro. Kann man echt so viel Geld für Essen ausgeben?

Nein! Nicht nur, denn da wären ja noch die neue Jeans, die frisch im Winterschlussverkauf erstandenen Stiefel, von denen sich schon so einige Paare zu Hause befinden, aber die so schön aussehen, dass man einfach nicht darauf verzichten kann – Hat Heide Klum, die nicht letztes Jahr bei der Bambi-Verleihung angehabt? - , das neue Wii-Spiel aus der Werbung, mit dem man sich zukünftig die langweiligen Abende allein vertreibt...

Diese beschissene Konsumgesellschaft. "Wir kurbeln nur die Wirtschaft an!" Häh? Zählt den heutzutage nur noch das was ich irgendwie bezahlen kann, vollkommen gleichgültig ob mit Bargeld, Ec- oder Kreditkarte? Beeindruckt von den unzähligen Werbeplakaten und der Fernsehwerbung. Mein Status, den ich gleichzeitig mit der neuen Kollektion von H&M erstanden habe. Und alle fallen darauf rein. Vergessen, die kleinen Gesten, welche einem früher zeigten, dass man nicht allein ist. Ein kleiner Gruß, ein lustiger Abend, gemeinsames Lachen. Freundschaft, die man nicht bezahlen kann, aber sich wohl heute als Statussymbol erkaufen kann.

Interessiert sich denn heutzutage echt niemand mehr für die kleinen, aber wichtigen Dinge des Lebens?!
Scheiß Konsumgesellschaft!
Man sollte sie abschaffen!

23.1.09 21:47


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